Browser – welcher ist der Richtige für Sie?

Browser - Fragen über FragenTeil 3 meiner Artikelserie zum Thema Grundlagen Internet

 

Zur Erinnerung:

in dieser Artikelserie zum Thema Grundlagen Internet geht es darum, Klarheit für Sie zu schaffen zu folgenden Fragen:

 

  1. Wie schnell soll Ihre Internet-Verbindung arbeiten?
  2. Was benötigen Sie für einen Internet-Anschluss (analog, ISDN oder doch DSL)?
  3. Wie wollen Sie sich mit dem Internet verbinden? (Internet by Call, Volumen- bzw. Zeit-Tarif oder lieber per Flatrate?)
  4. Welcher Internetprovider bietet einen guten Service und deckt Ihre Wünsche zu einem annehmbaren Preis?
  5. Mit welchem Web-Browser wollen Sie arbeiten?
  6. Warum sollten Sie das Internet nutzen?

Die Punkte 1 und 2 habe ich im ersten Artikel der Serie Grundlagen Internet Internet – was ist das eigentlich? beantwortet.

 

Im Teil 2 der Artikelserie Grundlagen Internet Verbindung mit dem Internet  ging es um die Punkte 3 und 4. Hier habe ich Ihnen u.a. verschiedene Internet-Provider und Tarife vorgestellt.

 

Heute behandeln wir also den Punkte 5.

5. Welcher Web-Browser ist der Richtige für Sie?

 

Für die Nutzung des Internets benötigen Sie einen Web-Browser, der sozusagen der Eingang zum Internet ist. Der Web-Browser oder auch einfach nur Browser oder Internetbrowser genannt, ist ein Computerprogramm, das der Darstellung von Internetseiten dient. Immer, wenn Sie im Internet surfen möchten, müssen Sie zuerst den Browser starten. Er ist quasi die Benutzeroberfläche zum Abruf von Internetseiten. Nach der Eingabe der entsprechenden Internetadresse, wie z. B. https://www.senioren-computerkurs24.de, zeigt der Browser die zugehörige Internetseite an.

Die bekanntesten, beliebtesten und am meisten verbreiteten Browser:

Die Links öffnen in einem neuen Fenster und führen direkt auf die Downloadseite des entsprechenden Browsers.

 

Wenn Sie sich einen Windows-Rechner kaufen, ist in der Regel der Internet Explorer von Microsoft bereits installiert. Das erklärt natürlich seine Verbreitung.

Alle Browser sind kostenfrei und lassen sich mit vielen Funktionen erweitern. Diese Erweiterungen haben bei jedem Browser andere Sammelbegriffe, mal heißen sie schlicht Erweiterungen, mal AddIns, AddOns oder PlugIns.

Chronik bzw. Verlauf und Cache

Sie müssen wissen, dass Ihr Browser standardmäßig im sogenannten Verlauf oder in der Chronik drei Monate lang alle Seiten speichert, die Sie besucht haben. Das ist zwar manchmal ganz gut, wenn ich z. B. weiß, gestern habe ich eine Seite aufgesucht, die ich noch einmal besuchen möchte, aber vergessen habe, ein Lesezeichen zu setzen. Dann kann ich diese Seite im Verlauf des gestrigen Tages finden. Sie können natürlich auch einstellen, dass in der Chronik kein Verlauf gespeichert wird. Das ist dann zu empfehlen, wenn Sie Ihren Computer mit anderen teilen, die nicht unbedingt erfahren sollen, welche Internetseiten Sie besucht haben.

Ihr Browser speichert die von Ihnen besuchten Seiten außerdem im Cache, um sie schneller zu laden, wenn Sie sie erneut besuchen.

Ihr Surfverhalten ist sehr verräterisch. So gibt die Statistik der Seiteninhaber genau Auskunft darüber, von welcher Seite Sie gekommen sind und welche Seite Sie besuchen, wenn Sie deren Seite verlassen.

Nicht zuletzt die Enthüllungen von Whistleblower Edward Snowden machen deutlich, dass die Datensicherheit im Internet nicht gewährleistet ist. Beim Surfen im Internet hinterlassen Sie jede Menge Spuren, die viele Informationen zu Ihrer Person und Ihrem Surfverhalten preisgeben. So kann z. B. die IP-Adresse Ihres Computers ausgelesen und Ihr Wohnort verraten werden.

Das Schlimme daran: viele Daten können von jeder besuchten Webseite ausgelesen und gespeichert werden, die dann weitreichende Rückschlüsse auf Ihr Kaufverhalten und Ihre Interessen zulassen. Vielleicht haben Sie sich gewundert, dass Sie gezielt für Ihre Interessen  oder nach einem Kauf passende Werbung bekommen. Ganz deutlich ist das z. B. der Fall, wenn Sie sich bei Amazon.de bestimmte Artikel anschauen, dann bekommen Sie kurze Zeit später Angebote aus genau dieser Produktpalette, weil sich sich ja “dafür interessiert haben”.

Was sind Cookies?

Während Ihres Besuches auf einer Internetseite speichern viele Besitzer, vor allem Unternehmen, auf Ihrem Computer ein Cookie. Das ist eine kleine Textdatei, die Ihrem Computer zwar nicht schadet, aber über die die Unternehmen erfahren, wann und wie oft Sie deren Seiten besucht haben,

Mit Hilfe dieser Cookies kann ein relativ genaues Profil über Ihre Gewohnheiten erstellt werden. Sie können zwar in Ihren Browser-Einstellungen festlegen, dass Sie keine Cookies zulassen, aber das schränkt Ihre Möglichkeiten im Internt sehr ein. Viele Seiten, besonders Shops setzen Cookies voraus, wenn sie diese Seiten besuchen wollen.

 

Tipp 1

Lassen Sie im Prinzip Cookies zu, sperren Sie aber Cookies von Drittanbietern.

 

Tipp 2

Löschen Sie regelmäßig die temporären Dateien, den Cache, die Cookies und den Verlauf (die Chronik).

 

Wie können Sie sich vor Datenspionen schützen?

Einen gewissen Schutz bietet anonymes Surfen.

Zum Glück können Sie Ihre Spuren im Internet verwischen. Und dazu müssen Sie nicht mal Experte sein. Es gibt einige Tools, die dafür sorgen, dass Sie anonym im Internet surfen können, ohne Spuren zu hinterlassen. So sorgt beispielsweise das “Tor Browser Bundle” dafür, dass Sie unerkannt bleiben, indem Ihre Identität verschleiert wird.

Verschiedene Computer- und Internet-Zeitschriften bieten den Tor-Browser zum kostenfreien Download an, z. B.

 

Auch, wenn Sie nicht anonym surfen, sollten Sie aufmerksam und vorsichtig sein.

 

Tipp 3

Öffnen Sie immer einen neuen Tabulator oder eine neue Seite in Ihrem Browser, wenn Sie eine Internetadresse in die Adresszeile eingeben und schließen Sie diesen Tab oder diese Browser-Seite, wenn Sie die Seite verlassen. So erfährt niemand, welche Seite Sie vorher oder nachher besucht haben. Das ist ganz besonders wichtig, wenn Sie so sensible Seiten wie die Ihrer Bank aufrufen.

 

Tipp 4
Verwenden Sie Ihren Browser immer in der aktuellen Version.

Ältere Versionen weisen Sicherheitslücken auf und unterstützen eventuell nicht die aktuellen Web-Standards, so dass eine Internetseite möglicherweise nicht korrekt angezeigt werden kann. Leider werden die Internetseiten oft von jedem Browser anders dargestellt. Deshalb verwende ich mehrere Browser für meine eigenen Internetseiten, um zu gewährleisten, dass sie bei jedem gut angezeigt werden, egal, welchen Browser der Nutzer verwendet.

 

Tipp 5
Zwingend erforderlich ist die Installation eines Antivirenprogrammes, damit Eindringlingen aus dem Internet die Tür zu Ihrem Computer versperrt wird.

Es gibt eine Unzahl von kostenpflichtigen und kostenfreien Viren-Scannern und der Markt ist in ständiger Bewegung.

 

Tipp 6

Ich empfehle Ihnen mein kostenfreies E-Book “Computer-Sicherheit in nur 3 Schritten”, falls Sie es nicht schon haben.

 

Tipp 7
Nutzen Sie Testseiten, auf denen Sie sich über viele Antivirenprogramme informieren können.

Sie finden diese in vielen Internetseiten von Computerzeitschriften, der Stiftung Warentest, aber auch von kleineren Firmen und Privatpersonen, wie z. B.:

 

Tipp 8

Zusätzlich sollten Sie immer auch die „Firewall“ Ihres Windows aktivieren.

Deaktivieren Sie diese ausschließlich für die Installaltion eines Antiviren-Programmes, wenn sich dies nur dann installieren lässt. Sofort danach müssen Sie die Firewall wieder aktivieren.

 

Doch, wie kommen Sie nun ins Internet?

Jeder Browser hat ein Adressfeld, in den Sie die Adresse des Computers bzw. der Internetseite eintragen, die Sie besuchen wollen.
Ihr Computer kommuniziert nun mit dem Computer des Internetproviders und teilt diesem mit, zu welchem anderen Computer im Netz Sie verbunden werden möchten. Daraufhin stellt der Provider die Anfrage an diesen Zielcomputer und verbindet Sie mit diesem.

Sie können sich den Provider also vorstellen wie eine Telefonvermittlung in früheren Zeiten. Sie rufen dort an und sagen, mit welcher Nummer Sie gerne verbunden werden wollen und die Telefondame alias Provider vermittelt Ihnen Ihren Gesprächspartner. Nur dass dieser “Gesprächspartner” eben ein anderer Computer ist und das Ganze nur Bruchteile von Sekunden dauert, wenn Sie eine schnelle Verbindung haben.

Jeder Computer im Internet hat zu seiner Identifikation eine digitale Adresse, die sogenannte IP-Adresse. Das ist eine Zahlenkombination, z.B. 172.15.268.4, mit deren Hilfe er gefunden werden kann. Über die IP-Adresse kann jederzeit der Eigentümer des Computers im Internet ermittelt werden.

Wenn Sie also die IP-Adresse Ihres gewünschten Computers wüssten, könnten Sie diese in die Adresszeile Ihres Browsers eintragen und würden verbunden werden. Auf diese Weise können Sie sich beispielsweise in Ihren Router einwählen, um darin Einstellungen vorzunehmen. Um Internetseiten aufzurufen, brauchen Sie sich zum Glück nicht deren IP-Adresse zu notieren oder zu merken. Es genügt, wenn Sie die Domain wissen.

 

Was ist eine Domain?

Die Domain (von englisch domain [də(ʊ)ˈmeɪn] ‚Bereich‘, ‚Domäne‘) ist wie ein Fingerabdruck, es gibt sie im Internet nur ein einziges Mal weltweit.

Die Domain setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der erste Teil der Adresse ist der Domain Name System (DNS) und der zweite die Top-Level-Domain (TLD). Jedem Land, das im Internet vertreten ist, wird eine bestimmte, einmalige Top-Level-Domain zugeordnet, das ist immer ein Zwei-Buchstaben-Code. So lautet die TLD für Deutschland .de, man spricht „Punkt-d-e“ oder „dot-d-e“.

Neben den Top-Level-Domains der Länder gibt es seit einigen Jahren viele weitere TLDs, wie z. B. info, net, org, com, name, shop, travel, museum, jobs – jeweils mit vorangestelltem Punkt.

Der Domain-Name steht vor der TLD und ist ein unter gewissen Regeln frei wählbarer Name unterhalb einer Top-Level-Domain. Beide Teile werden durch einen Punkt getrennt. Mit einer so gebildeten Domain kann ein beliebiges physisches oder virtuelles Objekt weltweit eindeutig adressiert werden und verweist letztlich auf die IP-Adresse eines Servers (Computers), auf dem die entsprechende Seite verwaltet (gehostet) wird.

So habe ich zum Beispiel bei meinem Provider die Adresse senioren-computerkurs24 unter der TLD .de registriert. Vor diese Adresse wird www. geschrieben, um deutlich zu machen, dass man einen Computer im Internet adressiert, manche Adressen verzichten auf dieses www, die Domains sind dennoch erreichbar. Das davorgestellte http:// oder https:// zeigt an, mit welchem Protokoll die Seite erreicht wird, wobei das https:// für geschützte (verschlüsselte) Inhalte steht.

Um bei meinem Beispiel zu bleiben, setzt sich die Adresse meiner Homepage (Internetseite) zusammen aus den Teilen “http://”, “www.”, “senioren-computerkurs24” und “.de”. Zusammengeschrieben lautet die Adresse: https://www.senioren-computerkurs24.de und ist so in die Adresszeile des Browsers zu schreiben, um sie aufzurufen.

 

Robert Scheck hat sich die Mühe gemacht und alle Top-Level-Domains aufgelistet.

Liste aller Top-Level-Domains

 

Lesezeichen, Favoriten & Co.

Alle Browser gestatten das Festlegen von Lesezeichen oder Favoriten. Die Bezeichnung ist von Browser zu Browser verschieden, beinhaltet aber die gleiche Funktion. Sie können damit die Verbindung zu Internetseiten speichern, die Ihnen gefallen bzw. die Sie später noch einmal besuchen möchten. Innerhalb der Lesezeichen / Favoriten können Sie verschiedene Ordner anlegen, um sie zu sortieren und schnell zu finden. Sie können jeweils auch Schlagworte festlegen, die die Suche erleichtern.

 

 

 

Die Frage, welcher Browser der Richtige für Sie ist, kann ich natürlich nicht beantworten. Ich hoffe, ich konnte Ihnen trotzdem einige Fragen beantworten. Wenn nicht, dann scheuen Sie sich bitte nicht, Ihre Frage im Kommentarfeld zu stellen oder mir eine E-Mail zu schreiben.

 

Die nächste Frage, warum Sie das Internet nutzen sollten, behandeln wir im Teil 4 meiner Artikelserie Grundlagen Internet, in dem ich Ihnen weitere Hinweise gebe und viele Beispiele nenne.

 

Auf welche Fragen sollte ich noch genauer eingehen?

Schreiben Sie es mir, dann erstelle ich gern detaillierte Beschreibungen und Anleitungen.

 

 

Folgende Artikel gehören in die Artikelserie zum Thema Internet:

Internet – was ist das eigentlich? – Teil 1  behandelt die Punkte 1 und 2 der oben genannten Punkte

Verbindung mit dem Internet – Teil 2  behandelt die Punkte 3 und 4

Web-Browser – welcher ist der Richtige für Sie? – Teil 3  behandelt den Punkt 5

Internet nutzen warum? Tipps und Beispiele – Teil 4   behandelt den Punkt 6