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Mehr Geld – wen interessiert das nicht?!

In meinem Artikel erfährst du die Fakten und meine kritischen Meinungen dazu.

2018 hast du mehr Geld in der Tasche? Armes Deutschland!

2018 mehr Geld in der Tasche tönt es allerorten.

Hast du 2018 mehr Geld in der Tasche? Die Politiker und die Medien schreien doch beinahe täglich in die Welt hinaus, wie gut es uns in Deutschland geht. Ja, natürlich gibt es deutsche Bürger, denen es gut geht und die 2018 mehr Geld in der Tasche haben. Aber für die Mehrheit der Menschen gibt es nicht mal einen Ausgleich der Inflationsrate. Leider werden in Deutschland entgegen vieler anderer Industrieländer die Lohnerhöhungen nicht automatisch an die Inflation angepasst. Daraus folgt eine kalte Progression.

Sobald du mehr verdienst, musst du mehr Steuern und mehr Beiträge in die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung bezahlen. Das kann so abstruse Folgen haben, dass du trotz Lohnerhöhung am Ende weniger Geld in der Tasche hast. Es würde viel mehr Frieden stiften, wenn die Löhne und Gehälter an die steigenden Lebenshaltungskosten angepasst und auch die Beiträge und Steuern berücksichtigt würden.

Wollen wir uns mal anschauen, wer 2018 wie viel mehr Geld in der Tasche haben wird.

 

Mehr Geld für Arbeitnehmer und Unternehmer durch Steuerersparnisse?

Angestellte und Unternehmer können 2018 Einkommenssteuer sparen. Bevor du Steuern auf dein Einkommen zahlen musst, kannst du einen gewissen Grundfreibetrag geltend machen. Dieser ist für 2018 von 8.820 € Euro auf 9.000 € gestiegen. Das bedeutet für dich, dass du, wenn du alleinstehend bist, erst ab einem jährlichen Einkommen von 9.000 € Steuern auf dein Einkommen zahlen musst.

Wenn du verheiratet bis oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaften lebst, verdoppelt sich der Betrag auf 18.000 €. Das gilt für die Summe aller Einkommensarten. 

Als Arbeitnehmer kannst du Werbungskosten von der Steuer absetzen und als Unternehmer deine betrieblichen Ausgaben. Zahlungen für eine Betriebsrente sind bis zu 520 Euro im Monat einkommensteuerfrei.

Falls du noch Kinder hast, für die du Kindergeld bekommst, kannst du dazu 2018 einen höheren Kinderfreibetrag geltend machen. Dieser ist zum Jahreswechsel um 72 € auf insgesamt 7.428 € gestiegen.2018.

 

Mehr Geld für Familien durch Kindergelderhöhung?

Das Kindergeld wird übrigens auch erhöht, und zwar um monatlich lächerliche 2,00 €. Du bekommst für die ersten beiden Kinder nun monatlich jeweils 194,00 €, für das 3. Kind 200,00 € und für jedes weitere Kind 225,00 €.  Bisher konnte für mehrere Jahre rückwirkend Kindergeld beantragt werden. Das funktioniert rückwirkend ab sofort nur noch für sechs Monate.

 

Mehr Geld für Arbeitnehmer durch weniger Rentenversicherungsbeiträge?

Die Rentenkasse ist gefüllt. Deshalb wurde der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung von 18,7 auf 18,6 % des monatlichen Brutto-Einkommens gesenkt. Wenn du Arbeitnehmer bist, musst du schon einen monatlichen Bruttoverdienst von 3.000 € haben, um eine Entlastung in Höhe von gerademal 1,50 € zu bekommen.

 

Mehr Geld für alle durch die Erhöhung der Beitrags-Bemessungsgrenzen?

Die Bemessungsgrenze, bis zu der Beiträge auf Arbeitsentgelt oder Rente zu zahlen sind, ist bei der Rentenversicherung gestiegen. Auch 28 Jahre nach der Wiedervereinigung gelten hier verschiedene Sätze:

  • In Westdeutschland stieg die Bemessungsgrenze auf monatlich 6.500,00 €.
  • In Ostdeutschland (also der ehemaligen DDR) stieg sie nur auf 5.800,00 €.
 

Die bundesweit einheitliche Beitragsbemessungsgrenze bei der gesetzlichen Krankenversicherung wurde auf monatlich 4.425,00 € erhöht. Wenn du dieses Einkommen erreichst, erhöhen sich deine Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht.

Die Pflicht zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gilt jetzt bis zu einem monatlichen Einkommen von 4.950,00 €. Das heißt, erst, wenn dein Einkommen mehr als 4.950 ,00 € beträgt, fällst du aus der Pflichtversicherung raus und du kannst dich in einer privaten Krankenversicherung versichern lassen.

 

Mehr Geld für Arbeitnehmer durch die Erhöhung der Mindestlöhne?

Leider falsch gedacht. Der branchenunabhängige, gesetzliche Mindestlohn bleibt unverändert bei nur 8,84 €.
Damit kommst du im Monat gerade mal auf ca. 1500 € brutto, wenn du voll arbeitest. Davon gehen noch alle Beiträge und die Lohnsteuer ab. Was bleibt davon übrig? Kannst du davon locker die Kosten für Miete, Lebensunterhalt, Urlaub usw. bewerkstelligen? Oder brauchst du einen zweiten Job?

Lediglich für Angestellte im Elektrohandwerk und für Pflegekräfte gibt es Erhöhungen. 

Im Elektrohandwerk endete mit dem Jahreswechsel endlich die Differenzierung in Ost und West. Hier beträgt der Mindestlohn jetzt bundesweit 10,95 €.

Für Pflegekräfte ist die Lohnuntergrenze auch 28 Jahre nach der Wiedervereinigung immer noch unterschiedlich.
Der Mindestlohn für Pflegekräfte ist in

  • Westdeutschland und Berlin von 10,20 € auf 10,55 € gestiegen.
  • Im Osten der Republik ist er von 9,50 € auf 10,05 € gestiegen..

 

Mehr Geld für Hartz IV-Empfänger durch Anhebung des Regelsatzes?

Der Regelsatz für alleinstehende Hartz-IV-Empfänger (ALG II) wurde von monatlich 409,00 € auf 416,00 € erhöht.
Für Ehepaare oder eingetragene  Lebenspartnerschaften wurde der Betrag um 6,00 € erhöht und beträgt nun 374,00 € pro Person. Für Kinder steigen die monatlichen Sätze abhängig vom Alter des Kindes um 3,00 € bis 5,00 €. Warum für Kinder ein anderer Betrag gilt als für Erwachsene, kann ich nicht nachvollziehen.

Was sind das für lächerliche Beträge? Im besten Fall steigt das Einkommen deiner Familie um 17,00  €, vorausgesetzt du bist verheiratet oder lebst in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft und hast ein Kind im Alter von über 14 Jahren.

Viele Hartz IV-Empfänger sehen sich einer Flut von Drohungen und Sanktionen seitens der Jobcenter ausgesetzt. Deshalb gibt es jedes Jahr Unmengen an Klagen vor dem Sozialgericht. 

Vielleicht denkst du, dass dich das nicht betrifft, weil du einen Job hast. Aber aus eigener schlimmer Erfahrung kann ich dir sagen: Jeder kann unverhofft in die Hartz IV-Falle geraten.

Meine Erfahrungen

Ich selbst musste mich 1 Jahr lang durch Hartz IV über Wasser halten, nachdem ich durch Krankheit meinen gut bezahlten Job verlor. Damals, vor 10 Jahren, als die Krankenkasse nach 72 Wochen die Zahlung des Krankengeldes einstellte, wollte weder die Arbeitsagentur mit Übergangsgeld einspringen, noch die Rentenversicherung Erwerbsunfähigkeitsrente zahlen. Das war mit die schrecklichste Zeit meines Lebens. Das Rentenalter hatte ich noch nicht erreicht und war schon sehr krank, aber Hartz IV hat alles nur noch schlimmer gemacht.

Zum Glück hatte ich meine Tochter an meiner Seite, die nächtelang für mich im Internet Gerichtsurteile recherchierte. Und so war ich mir sicher, dass ich im Recht bin. Ich musste mein Recht sowohl gegen die Arbeitsagentur als auch gegen die Rentenversicherung vor dem Sozialgericht erstreiten. Beide mussten schließlich nachzahlen. So viel nur am Rande.

Niemand ist vor so einem Schicksal gefeit. Vielleicht denkst du mal darüber nach, bevor du Hartz IV-Empfänger beurteilst oder gar verurteilst. Du weißt nicht, wie sie in diese desolate Lage geraten sind.

 

Mehr Geld für Erwerbsgeminderte durch Besserstellung?

Wer ab 2018 eine Erwerbsminderungsrente bezieht, weil er aus Gesundheitsgründen nicht mehr arbeiten kann, wird etwas bessergestellt als zuvor. Bisher wurden die Betroffenen bei der Erwerbsminderungsrente so gestellt, als hätten sie bis zum 62. Lebensjahr gearbeitet. Diese Grenze wird nun stufenweise bis zum Jahr 2024 auf 65 Jahre angehoben.

Wenn deine Erwerbsminderungsrente 2018 beginnt, endet die Zurechnungszeit zunächst mit 62 Jahren und 3 Monaten. Das bedeutet, dass du frühestens im Alter von 62 Jahren und 3 Monaten in die Altersrente übernommen wirst und Altersrente beziehst.

 

Mehr Geld für Altersrentner durch Rentenerhöhung?

In Deutschland gibt es momentan ca. 21 Millionen Altersrentner. Sie alle freuen sich auf die jährliche Rentenerhöhung im Juli. In diesem Jahr soll die Rentenerhöhung 3 % betragen. Und das für jeden Rentner, der eine staatliche Rente bezieht. Das rettet leider sehr viele Rentner nicht vor der Altersarmut.

 

Mehr Geld für Altersrentner durch Betriebsrente?

Arbeitgeber und Gewerkschaften können 2018 neue Formen der Betriebsrente vereinbaren. Allerdings muss den Beschäftigten kein fester Betrag mehr zugesichert werden. Du kannst schlimmstenfalls leer ausgehen.

 

Mehr Geld für Arbeitgeber durch Betriebsrente

Wie gesagt, können Arbeitgeber und Gewerkschaften 2018 neue Formen der Betriebsrente vereinbaren. Da den Beschäftigten kein fester Betrag mehr zugesichert werden muss, entfällt für die Arbeitgeber das Haftungsrisiko. Das trägt nun der Angestellte, der eigentlich im Alter abgesichert sein will.

Wenn Arbeitgeber die Geringverdiener bei den Betriebsrentenbeiträgen unterstützen, wird ihnen ein Steuerzuschuss gewährt. Für zusätzliche Arbeitgeberbeiträge von 240,00 € bis 480,00 €  pro Jahr gibt es für den Arbeitgeber 30 Prozent Steuerzuschuss.

 

Mehr Geld für Riester-Sparer durch Erhöhung der staatlichen Grundzulage?

Für Riester-Sparer ist die staatliche Grundzulage von 154,00 € auf 175,00 € gestiegen. Dieser Zuschuss zur privaten Altersvorsorge wird allerdings nur gewährt, wenn mindestens vier Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens in ein zertifiziertes Riester-Produkt fließen.

 

Mehr Geld für Bezieher einer Grundsicherung im Alter?

Betriebs- und Riester-Renten werden nicht mehr voll angerechnet: Ein Sockelbetrag von lediglich 100,00 € bleibt anrechnungsfrei. Für den Restbetrag werden 30 % bis zu einem Höchstbetrag von 208,00 € nicht mehr angerechnet.

Das heißt, 70 % der Betriebs- und Riester-Renten werden addiert und werden zum einen der Grundsicherung gegengerechnet und müssen zum anderen versteuert werden.

 

Spätere Rente durch Anhebung der Regelaltersgrenze

Aufgrund der schrittweisen Anhebung des Rentenalters auf 67 steigt die Regelaltersgrenze in diesem Jahr um einen weiteren Monat. Versicherte, die 1953 geboren sind, erreichen die Regelaltersgrenze mit 65 Jahren und 7 Monaten.

 

Die Rentenlüge

 

 

 

 

45 Smart-Rechner

Ich bin auf eine sehr interessante Seite gestoßen. Auf dieser Seite werden 45 verschiedene Rechner angeboten, mit denen du abhängig von deiner finanziellen Situation selbst aktuelle Berechnungen durchführen kannst. 

Hier geht´s zu den 45 Smart-Rechnern

 

Fazit

Das, was der Staat jedes Jahr an uns verteilt, ist nur ein Krümel des großen Kuchens.

Da meine Altersrente trotz mehr als 40 Arbeitsjahren nicht gerade üppig ist, bin ich sehr froh, dass ich durch das Internet die Möglichkeit habe, mein Einkommen aufzubessern. Meine Miete frisst mehr als die Hälfte meiner Rente. Aber ich finde mich nicht ab, sondern nehme mein Leben selbst in die Hand. Dadurch konnte ich auch meinen Gesundheitszustand einigermaßen wieder herstellen. Ich helfe dir sehr gern, dies mir nachzumachen und dein Leben wieder selbst zu bestimmen. Vereinbare einfach mit mir ein kostenfreies Kennenlern-Telefonat. Dort erfahren wir, ob die Chemie stimmt und wir miteinander arbeiten wollen.

Je nach Bedarf helfe ich dir, Computer, Tablet und Smartphone zu beherrschen und das Internet zu nutzen, um dich aus der gesellschaftlichen Isolierung zu befreien, der Einsamkeit zu entfliehen und Lebensfreude einziehen zu lassen. Vielleicht hast du auch Interesse daran, dein Wissen und deine Erfahrungen anderen Menschen zu vermitteln? Oder wäre es für dich interessant, Provisionen durch Empfehlungen zu erhalten? Ich unterstütze dich gern. Du wirst Anerkennung bekommen, von niemandem mehr abhängig und stolz auf dich sein.

Mich interessiert sehr, was du zu meiner Meinung und zu den Fakten denkst und freue mich auf dein Feedback.

Ich habe dir mit meiner Meinungsäußerung auch einen kleinen Einblick in mein Leben gegeben. Wenn du mehr über mich erfahren möchtest, ist vielleicht die Seite Über mich für dich interessant.

 

Update 09.01.2018:
Meldung im FOCUS Online vom 30.11.2017:

“Mehr als 400.000 Deutsche leben ohne Wohnung und Mietvertrag”

“Die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland ist extrem angestiegen: innerhalb von zehn Jahren um 65 Prozent. Ein Grund dafür sind die hohen Mieten. Viele Menschen können sich ihre Wohnung nicht mehr leisten und kündigen. Unterschlupf finden sie in Heimen und bei Freunden.”