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Crowdfunding für die Umsetzung deiner Ideen

Crowdfunding für die Umsetzung deiner Ideen

 

Wie kannst du Crowdfunding für deine Ideen nutzen - Teil 1

 

Crowdfunding – was ist das?

Crowdfunding kommt – wie unschwer zu erkennen ist – aus dem Englischen und setzt sich aus den beiden Begriffen crowd und funding zusammen.

crowd = Menschenmenge / Gemeinschaft
funding = Finanzierung

Crowdfunding bezeichnet also die Praxis der Finanzierung eines Projekts, eines Unternehmens oder einer Geschäftsidee, indem viele Menschen dieses mit  kleinen oder größeren Geldbeträgen unterstützen. Die Geldgeber können sich dabei oft schon mit Kleinstbeträgen ab 1 € beteiligen.

Beim Crowdfunding werden Merkmale schon bestehender Finanzierungsmodelle miteinander kombiniert:

  • Ähnlich wie bei der Mikrofinanzierung ermöglicht Crowdfunding die Finanzierung von Ideen und Vorhaben, die nur ein geringes Finanzierungsvolumen brauchen und damit bei Banken in der Regel keine Chance hätten.
  • Analog zu Onlinekreditbörsen oder Venture Capital Plattformen beteiligen sich an der Finanzierung eine größere Zahl von Personen. Dabei werden ebenfalls unterschiedlich hohe Beträge zur Verfügung gestellt. 

Crowdfunding ist dabei nicht als Konkurrenz zu den Banken zu verstehen, sondern es kann auch ein Baustein für eine Mischfinanzierung von Projekten sein. Dabei profitieren Erfinder, Kreative und Existenzgründer von der Co-Finanzierung ihrer Projekte aus beiden Richtungen. 

Crowdfunding wird in 4 Arten beschrieben:

  • Klassisches Crowdfunding
  • Crowdinvesting
  • Crowdlending
  • Spenden Crowdfunding

 

Crowdfunding oder Crowdinvesting?

In beiden Finanzierungsmöglichkeiten werden die Kosten auf viele Schultern verteilt.

Statt Zinsen oder Gewinnbeteiligungen gibt es beim Crowdfunding als Gegenleistung für das eingesammelte Kapital in der Regel Sachleistungen oder immaterielle Leistungen – sogenannte „Dankeschöns“. Dadurch besteht beim klassischen Crowdfunding auch kein Beteiligungs- oder Schuldverhältnis zwischen Unternehmen und Geldgebern. 

Das st beim Crowdinvesting anders. Hier sucht der Existenzgründer Kapital und bietet im Gegenzug eine Beteiligung an dem zu gründenden oder zu erweiternden Unternehmen an. Der Investor ist damit an der Entwicklung des Start-ups beteiligt und hofft auf eine Wertsteigerung seiner Anteile. Damit rückt beim Crowdinvesting vor allem die Rendite in den Fokus. Im Unterschied zur Finanzierung durch einen Business Angel wird das Kapital beim Crowdinvesting wie beim Crowdfunding durch eine Vielzahl an kleinen Geldgebern aufgebracht.

In meinem Artikel geht es aber nicht um Crowdinvesting, sondern um das klassische Crowdfunding, deshalb gehe ich darauf nicht weiter ein. Sollte dich das Thema interessieren, findest du auf der Seite von Für-Gründer.de entsprechende Informationen.


Nur zur Vollständigkeit und zum Verständnis hier noch die Begriffserklärung für 
Crowdlending und Spenden Crowdfunding: 

Crowdlending sind Kredite von Privat an Privat. Hier wird das an die Projektinitiatoren verliehene Geld verzinst oder unverzinst an die Geldgeber zurückgezahlt.

Beim Spenden Crowdfunding wird – wie es der Name schon sagt – gespendet und es gibt keine finanzielle oder materielle Gegenleistung. Diese Art der Unterstützung kommt oft zur Anwendung, wenn man sich für eine kostenfreie Dienstleistung oder ein Projekt (z. B. einen tollen Blog) bedanken möchte. Vielleicht hast du diese kleinen Buttons schon auf Webseiten entdeckt.  Spenden Crowdfunding eignet sich auch wunderbar für soziale Projekte sowie zur Unterstützung von aktuellen Aktionen, wie z. B. die Hilfe für Flüchtlinge, Entwicklungshilfe für sauberes Wasser oder den Bau einer Schule und vieles mehr.

Wer kann Crowdfunding nutzen?

Crowdfunding kann grundsätzlich jeder nutzen:

  • Privatpersonen
  • Unternehmen
  • Organisationen
  • Vereine
  • Stiftungen
  • Städte / Gemeinden

Egal, ob du deinen Start in die Selbständigkeit, ein Projekt, ein Produkt oder eine Studien-Reise finanzieren möchtest, die Themen sind fast unbegrenzt, auch wenn es einige Themen gibt, die für das klassische Crowdfunding nicht geeignet sind.

Die Idee zu Crowdfunding stammt ursprünglich aus den USA und wurde zunächst vor allem bei der Finanzierung von Musikproduktionen eingesetzt. Inzwischen wurden viele Musiker, Filmemacher, Künstler, Architekten, Programmierer usw. erfolgreich mit den eingeworbenen Mitteln unterstützt. Erst durch Crowdfunding wurden sie in die Lage versetzt, ihre Projekte zu finanzieren. Und dabei ging es oft nicht nur um kleine Beträge.

Barak Obama hat 2011 seinen Wahlkampf mittels Crowdfunding finanziert. Und da kamen einige Millionen US-Dollar zusammen. Er sagte über Crowdfunding:
“Right now entrepreneurs are already using crowdfunding to raise hundreds of thousands of dollars in pure donations – imagine the possibilities if these small-dollar donors became investors with a stake in the venture.”

Mehr als eine Million Spieler haben bereits Geld in die Crowd-Funding-Kampagne zur kommenden Weltraum-Simulation Star Citizen gesteckt. Auf diesem Weg kamen über 92 Millionen US-Dollar zusammen, wie heute bei GameStar nachzulesen ist. 

Es geht beim Crowdfunding – neben dem finanziellen Aspekt – oft auch um eine emotionale Beteiligung am Projekt. Das wird in vielen Projekten, wie zum Beispiel Spielen, Filmen, Büchern, Kunst deutlich. Vielleicht fallen dir da noch weitere Themen ein.

Beim Crowdfunding stellst du dich und deine Idee der Öffentlichkeit. In der Regel wird für ein Crowdfunding-Projekt über das Internet geworben oder durch direktes Ansprechen potentieller Unterstützer und durch Weitersagen. Die Geldgeber werden sozusagen stille Beteiligte ohne jegliche Rechte. Sie unterstützen eine Sache, weil sie sie toll finden oder/und weil sie ein Geschenk als Dankeschön für ihre Spende erhalten. Du musst nur genügend Unterstützer mobilisieren.

Du musst wissen, dass Crowdfunding kein Selbstläufer ist und in den meisten Fällen viel Arbeit mit sich bringt. Ein Crowdfunding kann auch scheitern. Oftmals kommt es aber nicht allein auf den finanziellen Aspekt an. Es kann auch die Absicht dahinter stecken, Aufmerksamkeit für das Thema zu wecken, einen Markttest oder einen Vorverkauf für ein Produkt durchzuführen oder eine Community aufzubauen.

Bevor du dein eigenes Crowdfunding Projekt startest, solltest du dir über all das bewusst sein.

Wie kannst du Crowdfunding für dein Projekt oder deine Unternehmensgründung nutzen?

Keine Angst, du brauchst dich nicht um alles selbst kümmern. Es gibt unzählige Plattformen, die dich beim Aufbringen von Mitteln für die Finanzierung deines Projektes oder deiner Existenzgründung unterstützen. Du kannst dabei große internationale Crowdfunding Plattformen nutzen oder Plattformen im deutschsprachigen Raum. 

Die Wahl der Plattform

Einige der Crowdfunding Plattformen haben sich auf Projekte aus bestimmten Bereichen spezialisiert, andere auf bestimmte Crowdfunding-Arten. Ich habe oben von 4 Arten des Crowdfundings gesprochen. Die Crowdfunding Plattformen und Projekte lassen sich in der Praxis nicht immer eindeutig in eine dieser 4 Schubladen stecken. In meinem Artikel geht es aber, wie gesagt um das klassische Crowdfunding. 

Es gibt thematisch fokussierte und generalistisch aufgestellte Plattformen.

Welche Plattform für dich die richtige ist, hängt auch davon ab, ob du eine regionale, nationale oder internationale Kampagne starten willst. Es macht Sinn sich mehrere Plattformen anzuschauen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche am besten zu den eigenen Vorstellungen passt und wo man sich am besten betreut fühlt. Ich habe eine sehr gute Übersicht der Crowdfunding Plattformen gefunden, auf der du auch weitere Informationen erhältst.

In dieser Plattformsuche kannst du nach verschiedenen Kriterien die für dich passende finden.

Die bekanntesten und größten internationalen klassischen Crowdfunding Plattformen, die dich bei der Umsetzung deines Projektes unterstützen, sind beispielsweise kickstarter oder indiegogo. Hier werden vor allem Projekte aus den Bereichen Design, Fashion, Kunst, Film & Video, Nahrungsmittel oder Spiele finanziert.

Im deutschsprachigen Raum sind Startnext und Visionbakery führend, aber es gibt noch eine Reihe weiterer. 

Auf der Seite crowdfunding.de Best Practice werden ausgewählte Projekte ausführlich analysiert und vorgestellt. Da kannst du ein Gefühl dafür kriegen und eine Menge lernen.

Bücher zum Thema Crowdfunding

Gern gebe ich dir ein paar brandaktuelle Buch-Tipps zum Thema Crowdfunding:

Das Team von Startnext hat im September 2015 ihr Crowdfunding-Handbuch herausgebracht, in dem erklärt wird, welches grundlegend neue Potenzial in Crowdfunding steckt, für wen und für was es sich eignet und vor allem: wie es funktioniert. Schritt für Schritt führt das Buch euch ausführlich durch die Vorbereitung, Umsetzung und Nachbereitung einer Crowdfunding-Kampagne. Zusätzlich findet ihr Checklisten zu unterschiedlichen Aspekten einer Kampagne, so dass ihre eure Kampagne so gut wie möglich vorbereiten und hoffentlich erfolgreich realisieren könnt. In dem Handbuch kommen auch Projektstarter selbst zu Wort und geben ihre Erfahrungen und Tipps weiter.


 

Weitere aktuelle Bücher zum Thema Crowdfunding:

 


 

Was musst du tun, um dein eigenes Crowdfunding-Projekt zu starten?

In meinem nächsten Artikel erkläre ich dir Schritt für Schritt am Beispiel von Startnext und meinem eigenen Crowdfunding-Projekt dort, wie du dein eigenes Crowdfunding-Projekt startest. 

 

Nutze meine Crowdfunding-Erfahrungen für die Finanzierung deiner Ideen.

Ich freue mich sehr, wenn du mein Crowdfunding-Projekt unterstützt.

 

Mein Crowdfunding-Projekt ist gestartet. Unterstützt du mich?

 

 

 

Meine Artikel zum Thema Crowdfunding:

 

 

 

 

 

 

 

 

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6 Kommentare

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  1. Uschi Kunstmann

    Grüße Dich,

    bisher ist das Thema Crownfunding noch fremd, deshalb finde ich sehr interessant mehr darüber zu erfahren.
    Wer könnte es besser als Du den Menschen erklären, die sich ein genaues Bild davon machen und u.U. davon profitieren können. Freu mich auf Deinen kommenden Artikel über Dein eigenes Crownfunding-Projekt!

    Sei herzlich gegrüßt
    USchi

    1. Roswitha Uhde

      Liebe Uschi,
      ich danke dir sehr für dein Feedback. Für mich war es vor Wochen auch noch ganz neu, aber spannend. Und nun feile ich schon tagelang an den Texten und Bildern. Zwei Videos habe ich wieder verworfen. Mein Perfektionismus macht mir das Leben auch nicht gerade leichter. In den nächsten Tagen, vielleicht noch vor dem Wochenende, geht mein Crowdfunding-Projekt in die Finanzierungsphase und wird veröffentlicht. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mich dabei unterstützt, Unterstützer zu gewinnen.
      Liebe Grüße
      Roswitha

  2. Jutta Schumacher

    Liebe Roswitha,

    das ist eine super Idee von Dir, die Erfahrungen, die Du jetzt gerade mit Deinem Crowdfunding-Projekt machst, gleich mit anderen zu teilen. So trauen sich vielleicht doch mehr Menschen, besonders von unserer Generation, Ihr Herzensprojekt zu realisieren. Denn das ist ja gerade das Großartige dabei, dass man sich so nicht bei Banken verschuldet. Und die moralische Verpflichtung, die man der eigenen Community gegenüber (hoffentlich) empfindet, die ist doch eher noch ein zusätzlicher Ansporn, sein Bestes zu geben, dass das Projekt ein Erfolg wird.

    Großartig, bitte mach so weiter.

    Liebe Grüße
    Jutta

    1. Roswitha Uhde

      Liebe Jutta,
      ganz herzlichen Dank für dein Feedback und dein Lob. Freue mich sehr.
      Und natürlich habe ich die moralische Verpflichtung, mein Bestes zu geben, und nehme sie auch sehr ernst, auch ohne dieses Projekt. 😉
      Liebe Grüße
      Roswitha

  3. Herbert Gruber

    Hallo Roswitha,

    ob Crowfunding etwas für jeden ist weiß ich nicht so recht; ich dfenke wer kein so gutes Verhältnis zu Geld hat, dem hilft es auch nicht besonders weiter.
    Und heutzutag, wenn es um Dienstleistungen geht sollte man eh möglichst „kostensparsam“ starten, also am liebsten nur mit den eigenen freien Mitteln und Erträge immer sofort wieder reinvestieren ! Also wie gesagt, es soll von mir keine pauschale Kritik sein; Beispiele aus den angegebenen versch. Bereichen wären hilfreich!

    lieben Gruß
    Herbert

    1. Roswitha Uhde

      Hallo Herbert,
      danke für dein Feedback. Natürlich hast du Recht, dass man möglichst kostensparsam starten sollte. Für diejenigen, die nicht viel Eigenkapital haben und keine teuren Bankkredite aufnehmen wollen, ist Crowdfundig allerdings eine super Möglichkeit, das eigene Projekt sehr kostengünstig zu starten.
      Einige Beispiele habe ich in meinem Artikel genannt bzw. auch verlinkt. Meine ersten Erfahrungen bei der Gestaltung meines eigenen Crowdfunding-Projektes schreibe ich wie angekündigt im nächsten Artikel. Bitte noch etwas Geduld.
      Herzliche Grüße aus Berlin,
      Roswitha

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